Für Sportler aus der Ebene oder aus Gegenden geringer Höhe ist ein Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen in Puente del Inca ratsam. (SEE VALLECITOS ALTERNATIVE) Während dieser Zeit können Passmärsche und Besteigungen der nächsten Berge durchgeführt werden, zur besseren Akklimatisierung. Eine andere sehr ratsame Methode ist das Transportieren des grösseren Gel~cks mit Maultieren zu den Basislagen, während die Teilnehmer die Strecke zu Fuss zurücklegen. Bei màssigem Marschtempo zwei Tage: am ersten Tag bis Confluencia unterer Horcones (Horcones Inferior), am zweiten Tag bis Plaza de Mulas. Es empfiehlt sich, die Maultiere frühzeitig zu reservieren.
Nach Einrichten des Basislagers wird man Übungen zur Akklimatisierung machen, Besuche zu den oberen Horcones - Gletschern und Fussmärsche in der Umgerbung. Je nach Körperverfassung kann der Aufstieg auf den Cerro Catedral oder (herno versucht werden: andernfalls können Lasten bis zu den' Oberen Schutzhütten befördert werden (5.500 m.) mit Rückkehr zur Plaza de Mulas. Diese bungen des Auf - und Absteigens geringerer Höhe begünstigt ausserordentlich die Akklimatisation.
Laut wissenschaftlichen Untersuchungen schwankt die Akklimatisationszeit mit dem Alter der Personen. Junge Leute akklimatisieren sich schlechter. Das beste Alter ist zwischen 30 und 40 oder 45 Jahren. Die nervliche Ausgeglichenheit hat einen entscheidenden Einfluss. Auch das Problem des Abstieges muss berücksichtigt werden. Schläft man schlecht, erholt man sich schlecht. Es sind sehr leichte Schlafmittel zu nehmen. Wenn die Akklimatisation ein Vorgang ist, der die zur Prüfung gelangenden und mit den Lebensbedingungen stets vereinbaren Elemente korrigieren soll, so ist die Anpassung eine harte Disziplin für den Organismus, der sogar bis an die Grenzen des Möglichen lebenswidrige Elemente, wie Luftmange 1, verminderten atmosphärischen Luftdruck, Kälte, Trockenheit, Alcalosis u.s.w. auszugleichen sucht. In Höhen über 6.500 m. zehrt der Mensch von seinen Reserven. Daher die Notwendigkeit, den Aufenthalt zu unterbrechen und um Erholung in tiefere Regionen abzusteigen. Auf diese Weise mit den häufigen Hin und Her erreicht man die Akklimatisation und kann die Höchstdauer des Verweilens in der Höhe best ~ mmen, ohne dass Schäden auftreten als schweres Alarmzeichen.
Die Bergkrankheit zeigt sich oftmals durch die folgenden Symptome an:
Diese Anzeichen und Symptome überschneiden sich in solcher Weise, dass sie zuweilen kombiniert erscheinen. Es sin Etappen eines selben Prozesses und haben einen gemeinsamen Nemer: die Verminderun~ des Sauerstoffes in der Luft. Alle diese Erscheinungen können durch eine geeignete Akklimatisierung vorgebeust und überwunden werden. Kennt der Sportler die Anzeichen und Symptom der Höhenkrankheit, so ist es ihm möglich, schwere Schäden zu vermeiden, ja sogar den Tod, der in sehr kurzer Frist eintreten kann.
Die Patienten, die schleunigst auf niedrigere Höhen absteigen, erholen sich im allgemeinen gut, was nicht der Fall ist bei Jenen, die es nicht rechtzeitig tun.
Das empfohlene Verhalten in solchen Fällen ist, auf niedrigere Höhen abzusteigen, sobald man auch nur die geringsten Symptome der Krankheit wahrnimmt.